Waldwirtschaftsplan - wirtschaftlich und sinnvoll
Kärnten ist ein Land der Kleinst- und Kleinwaldbesitzer und wird immer mehr im Nebenerwerb betrieben. Durch die berufliche Verhinderung kommt die Waldbewirtschaftung dadurch meist zu kurz, und mögliche Erträge aus der Forstwirtschaft werden nicht genutzt. Die Folge sind ungepflegte Wälder, mangelnde Stabilität, abnehmender Zuwachs, Wind- und Käferschäden - kurzum Ertrag, der nicht abgeschöpft wird. Seit 2011 bietet die Landwirtschaftskammer die Erstellung von Wirtschaftsplänen an. Diese sollen einerseits die vorhandenen Holzmengen erfassen sowie andererseits das Nutzungspotenzial der Waldflächen verdeutlichen. Gemeinsam mit den Waldbesitzern wurden in den vergangenen 15 Jahren rund 13.520 ha Wald erhoben. Die Forstberater:innen haben auf diese Weise 351 Betriebe bei der Bewirtschaftung ihrer Wälder unterstützt und beraten.
Maßgeschneiderte Beratung
Mit der/m jeweiligen Berater:in vor Ort werden die Möglichkeiten des Betriebes besprochen und ausgelotet: Welche Geräte sind am Betrieb vorhanden? Wie sind die Forstkenntnisse? Wie sieht es mit den zeitlichen Ressourcen aus? Demgegenüber stehen die Waldflächen: Wie setzen sich die Bestände zusammen? Was sind die Hauptbaumarten? Wie steht es um das Alter der Bäume? Auf welcher Fläche ergibt es Sinn, Maßnahmen durchzuführen? Welche sind das, und welche Dringlichkeit besteht usw.?
Um die Potenziale der Wälder bestmöglich auszunutzen, müssen die betrieblichen Voraussetzungen und die Gegebenheiten im Wald in Einklang gebracht werden. Im optimalen Fall hat der Waldbesitzer selbst die Kenntnisse, Maschinen und Zeit, die Arbeiten im Wald durchzuführen. Ist dies nicht der Fall, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Tätigkeiten teilweise oder gänzlich zu vergeben. Letztendlich entscheidend ist, dass jemand etwas macht. Für die Waldbesitzer selbst sorgt ein zukunftsorientierter Wirtschaftsplan nicht nur für Klarheit über die Ist-Situation im Wald, sondern kann auch die Motivation für die Waldarbeit fördern. Durch das Bewusstmachen von potenziellen Nutzungsmöglichkeiten, die in der Maßnahmenplanung nach Dringlichkeit dargestellt werden, gibt der Plan Anreize zur aktiven Waldbewirtschaftung. Auch Betriebsführer:innen mit einem geringeren Bezug zur Forstwirtschaft wissen sofort, welche Arbeiten anstehen. Langfristig sorgt dies nicht nur für stabilere und zuwachskräftigere Waldbestände, sondern auch für ein jährliches Einkommen.
Um die Potenziale der Wälder bestmöglich auszunutzen, müssen die betrieblichen Voraussetzungen und die Gegebenheiten im Wald in Einklang gebracht werden. Im optimalen Fall hat der Waldbesitzer selbst die Kenntnisse, Maschinen und Zeit, die Arbeiten im Wald durchzuführen. Ist dies nicht der Fall, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Tätigkeiten teilweise oder gänzlich zu vergeben. Letztendlich entscheidend ist, dass jemand etwas macht. Für die Waldbesitzer selbst sorgt ein zukunftsorientierter Wirtschaftsplan nicht nur für Klarheit über die Ist-Situation im Wald, sondern kann auch die Motivation für die Waldarbeit fördern. Durch das Bewusstmachen von potenziellen Nutzungsmöglichkeiten, die in der Maßnahmenplanung nach Dringlichkeit dargestellt werden, gibt der Plan Anreize zur aktiven Waldbewirtschaftung. Auch Betriebsführer:innen mit einem geringeren Bezug zur Forstwirtschaft wissen sofort, welche Arbeiten anstehen. Langfristig sorgt dies nicht nur für stabilere und zuwachskräftigere Waldbestände, sondern auch für ein jährliches Einkommen.
Holzvorrat nach Baumarten und Altersklassen
Praxisplan als Alternative
Sollte sich herausstellen, dass ein Waldwirtschaftsplan zu detailliert und umfangreich sein sollte, so kann der Praxisplan als Alternative angeboten werden. Beim Praxisplan liegt der Schwerpunkt auf den waldbaulichen Maßnahmen, und er führt an, wo und wann diese durchzuführen wären - eine einfache Prioritätenreihung der empfohlenen Maßnahmen. Zusätzlich werden die anfallenden Vorratsfestmeter und der mögliche Ertrag errechnet. Ein Vorteil gegenüber dem Waldwirtschaftsplan ist, dass der Praxisplan jederzeit über den Online-Zugang von "Unidata Forst" abrufbar ist. Bestimmte Parameter, wie Holzerntekosten oder Holzpreise, können dadurch vom Waldbesitzer selbst an die aktuellen Marktpreise angepasst werden.
Altersklassen (Werte in VFM)
| Baumart | I | II | III | IV | V | VI | VII | altrig | gesamt | % |
| Fichte | 2 | 2.024 | 3.343 | 9.224 | 4.400 | 4.441 | 532 | 0 | 23.966 | 86,7 |
| Lärche | 0 | 0 | 0 | 75 | 173 | 0 | 0 | 0 | 248 | 0,9 |
| Weißkiefer | 1 | 42 | 0 | 649 | 509 | 998 | 365 | 0 | 2.564 | 9,3 |
| sonst. Laubholz | 0 | 85 | 176 | 129 | 203 | 219 | 51 | 0 | 863 | 3,1 |
| je ha | 0 | 171 | 330 | 412 | 457 | 419 | 397 | 0 | 281 | |
| gesamt | 3 | 2.151 | 3.519 | 10.077 | 5.285 | 5.658 | 948 | 0 | 27.641 | 100 |
Betriebsklasse I, Wirtschaftswald, Umtriebszeit: 90 Jahre
Info: Bei Fragen zu Waldwirtschafts- und Praxisplänen können sich interessierte Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer direkt an das Forstreferat der Landwirtschaftskammer Kärnten wenden, Tel.-Nr.: 0463/58 50-12 82, E-Mail: forstwirtschaft@lk-kaernten.at.